DIE ELEMENTE

Als grob- und feinstoffliche „Elemente“ werden nur einige ausgewählte Teile der „Bausteine des Universums“ („Prakriti“) bezeichnet. Nachdem wir uns mit diesen insgesamt befasst haben, möchte ich nun ausführlicher auf diese Elemente eingehen, denn ihr Verständnis ermöglicht es uns, viele Dinge und Prozesse in uns selber und um uns herum (insgesamt auch „Erscheinungen“ genannt) viel klarer und schneller zu verstehen:

Das Entstehen der Elemente wird im „Srimad Bhagavatam“ (11. Canto, 3. Kapitel) indirekt beschrieben, jedoch nicht in einer missverständlichen oder spekulativen Form, sondern in der Form, wie diese Elemente bei der Auflösung des Universums wieder ins „Pradhana“, „Mahat-tattva“ und „Brahman“ (äußere niedere marginale Energie Gottes) zurückgezogen werden. Mit anderen Worten muss man sich beim Studium der o.a. Schrift lediglich die umgekehrte Reihenfolge vorstellen. Und dabei wird erkennbar, dass sich sozusagen immer grobere Materie stufenweise aus feinerer Materie herauskristallisiert …

Man kann sich diese „Kristallisation“ auch so vorstellen, als wenn sich in einer heißen Waschküche nahezu unsichtbar viel warme und feuchte Luft befindet, die sich langsam abkühlt und als Wasser an den Wänden herunterrinnt, dann auf dem Boden zu einer Pfütze sammelt und diese dann zu Eis gefriert. Feine bzw. feinstoffliche Materie ist immer kinetisch hochenergetisch, weil sich deren Partikel sehr schnell bewegen, wohingegen grobe bzw. grobstoffliche Materie kinetisch weniger oder nahezu gar nicht mehr energetisch ist, d.h. ihre Energie dann fast nur noch in potentieller Form vorliegt.
Während dessen dieses  Beispiel nur die drei Elemente „Luft“, Wasser“ und „Erde“ beschreibt, gibt es tatsächlich doch noch einige Elemente mehr …

So viel noch vorweg: Die Begrifflichkeiten der nachfolgend aufgelisteten Elemente sind immer sinnbildlich gemeint, d.h. sie beschreiben deren physikalisch-energetischen Eigenschaften. Im Grunde genommen besteht nämlich die gesamte Materie nur aus Energie in verschiedenen Zuständen und Formen, die untereinander einer ständigen Umwandlung unterliegen. Das wird auch von der „modernen westlichen Wissenschaft“ nicht anders gesehen, wenngleich man hier andere Begrifflichkeiten verwendet und immer noch auf der Suche nach dem kleinsten Teilchen des Universums und deren Ursprungs ist. Macht nicht’s, wenn man technisch aufwändig immer noch nach „Beweisen“ suchen will – in den uralten Veden sind sie bereits beschrieben:

Die 3 feinstofflichen Elemente
1. Ego (materielles Selbstbildnis)
2. Intelligenz
3. Geist

Die 5 grobstofflichen Elemente
4. Äther (Raum)
5. Luft
6. Feuer
7. Wasser
8. Erde

Wenn ein Lebewesen (= individuelle spirituelle Seele) mit Materie in Kontakt gerät, so geht es mit ihr eine Bindung ein und erlebt diese Materie in ihren jeweiligen Zuständen und Formen mit all ihren ganz spezifischen Eigenschaften. Die Bindung an und Orientierung auf die sie umgebende Materie hat zur Folge, dass das Lebewesen den Bedingungen der Materie zunehmend unterworfen ist. Eine der grundlegendsten Bedingungen ist die Dualität der Materie bzw. deren kleinsten Bestandteile – ich erinnere hier gerne mal an den (gleichzeitigen) Teilchen- und Wellencharakter subatomarer Partikel, wie es uns bereits im höheren Physik-Unterrichtkorrekt vermittelt wurde. Mit dieser Dualität setzt man sich u.a. auch in der Philosophie als „Einheit und Kampf der Gegensätze“ auseinander – es sind zwei ganz verschiedene „Gefährten“, die voneinander dennoch nie lassen können. Und wenn sie sich mal einig werden würden, gäbe es (zwischen ihnen) keine Bewegung mehr, d.h. letztlich, dass die Materie in eine Erstarrung fällt …

Das Lebewesen also ist unter materiellen Bedingungen immer gezwungen, sich mit deren Dualität auseinanderzusetzen, und diese Auseinandersetzung spiegelt sich einerseits in der Befürwortung oder andererseits der Ablehnung der jeweiligen Erscheinung (Dinge, Prozesse usw.) wider. Als „bedingtes Lebewesen“ bzw. „bedingte „Seele“ sind nicht alleine nur die Menschen gemeint, sondern alle sichtbaren und unsichtbaren verkörperten Lebewesen des Universums überhaupt, von denen es laut Veden 8.400.000 Arten geben soll. Einige von ihnen sind für die Umwandlung und Erhaltung der Elemente mit zuständig – das bekannteste ist das erste verkörperte Lebewesen, nämlich der Halbgott „Brahma“ …

Befassen wir uns nun mit den o.a. Elementen etwas genauer, denn sie verkörpern zueinander ganz verschiedene Energien, die stufenweise untereinander umgewandelt werden oder aber auch gemeinsam wirken können – Letzteres wird dann unter dem Thema „Wirkprinzipien“ bzw. „Doshas“ ausführlicher behandelt:     

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