KRANKHEIT

Im Allgemeinen ist man hierzulande leicht geneigt, jegliche gesundheitliche Abweichung von der „Normalität“ als Krankheit zu bezeichnen und wirft Alles, was diesem Klischee entspricht, in den gleichen Topf. Dabei wird jedoch vergessen, dass in der materiellen Welt der stete Wandel ein unaufhaltsamer natürlicher Prozess ist, der direkt und auch indirekt auch unsere Körperlichkeit betrifft – was also ist dann die vermeintliche „Normalität“ ? Im AYURVEDA sieht man alle Lebewesen im großen kosmischen Kontext, was wir heute auch als „ganzheitlich“ bezeichnen. Daher sollte man sich im Hinblick auf die Definition als „Krankheit“ folgende 2 Faktoren genauer anschauen: 

(1) Einflußfaktoren auf das Allgemeinbefinden und die Gesundheit:

– Unser Lebensalter
– Die jeweilige Jahreszeit
– Die jeweilige Tageszeit
– Unsere Nahrungsaufnahme
– Unsere Medikamenteneinnahme
– Unsere Gewohnheiten
– Unsere Berufstätigkeit
– Alle Umwelteinflüsse

An dieser Stelle sei noch einmal betont: „Die Seele herrscht über den Geist, und dieser beherrscht den Körper“. Wenngleich nicht ausnahmslos immer, so doch zumeist lassen wir selbst es mit unserem Denken, Fühlen und Handeln zu, dass uns die lebenswichtigen Energien, in welcher stofflicher Form sie auch auftreten bzw. sich manifestiert haben, durch uns mehr oder weniger gut durchfließen. Mit anderen Worten: Unser Allgemeinbefinden bzw. unsere Gesundheit sind immer dann beeinträchtigt, wenn der Energiefluss ins Stocken gerät.

(2) Im AYURVEDA wird „Krankheit“ charakterisiert durch:

– Ruja = Kontakt des Lebewesens mit Schmerz
– Roga = Fehler, Defekte
– Dosha Vaishamya = Dosha-Ungleichgewicht
– Dosha Dushaya Samurchana = Zusammenwirken gestörter Doshas mit Dhatu
– Vyadhi = Leid
– Anormalität
– Toxizität
– Atanka = Klägliches Leben
– Vikara = Schmerz
– Dukha = Unglück, Leid

Anmerkung: Die drei DOSHAS „Vata“ (= Bewegung),  „Pitta“ (= Umwandlung) und „Kapha“ (= Substanz) sowie Dhatu’s (= Körpergewebe) werden in anderen Abschnitten näher erläutert.