MEDITATION

Die MEDITATION ist weniger eine Möglichkeit, Ruhe in den ständig beschäftigten Geist zu bekommen, als vielmehr eine Methode, uns mit unserem wirklichen Selbst und dem Ursprung der gesamten Schöpfung zu verbinden und diese in all ihren Erscheinungsformen besser zu verstehen …

Kurze Einführung in die MEDITATION

Gemeinläufig wird die MEDITATION als eine Möglichkeit betrachtet, nach einem anstrengenden Arbeitstag besser in Ruhe zu kommen. Das kann man jedoch auch bei einem entspannenden Bad oder bei ruhiger Musik. Erst nach etwas längerer Praxis erschließt sich uns die tatsächliche Bedeutung des Begriffs „Meditation“, nämlich die bewusste Verbindung (Meditatio) unseres inneren Kerns (Seele bzw. Jivatma)) mit der Quelle von „Allem, was ist“ (Überseele bzw. Paramatma).

So lange wir als Menschen leben, besteht immer eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Das ist der Mehrheit von uns jedoch nicht bewusst, zumal die Begriffe „Geist“ und „Seele“ wenig fassbar sind. Die Menschen haben oftmals den Eindruck, sich alleine durchs Leben schlagen zu müssen, und grenzen sich von anderen Menschen ab – das Leben wird letztlich als ein ewiger Kampf in einem zeitlich begrenzten Dasein angesehen.

Wenn man aber zum Gleichnis die Einheit von Autofahrer, seinen Handlungen und seinem Fahrzeug, in dem er sitzt, heranzieht, wird das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele besser klar: Die Seele entspricht der Intelligenz, die das Fahrzeug einmal geschaffen hat und nun bedient. Der Körper entspricht dem Fahrzeug, mit dem die Intelligenz all ihre Reisen vornimmt. Und der Geist entspricht der ständigen Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und der Intelligenz (Geräusche, Signale usw. einerseits sowie Beschleunigen, Schalten, Lenken usw. andererseits).

Bei der MEDITATION zieht sich der Praktizierende zunehmend von der ihn umgebenden äußeren Welt zurück, bis er eine gewisse innere Ruhe empfindet, aus der er sowohl durch äußere Störungen (z.B. Geräusche) als auch innere Unruhen (z.B. Gedanken) nicht mehr gebracht werden kann – Man kann sie etwa mit dem zwischenzeitlichen Parken seines Fahrzeugs (Körper) vergleichen, um zu entspannen und die bisherige Reise einmal Revue passieren zu lassen. Die MEDITATION ist also eine Form der Innenkehr, für die es zahlreiche Techniken gibt, und jeder Praktizierende findet nach verschiedenen Versuchen genau die Technik, die ihn selbst am besten zu seiner Innenreise führt.

Die bei der MEDITATION erlangte innere Ruhe ist eine Voraussetzung für das Erfahren seiner jeweiligen Trinität von Körper, Geist und Seele sowie des ständigen Eins-Seins mit allem, was uns im Außen umgibt und bisher als von uns getrennt erschien. Darüber hinaus erhält nun der Praktizierende tiefere und weitreichendere Einblicke in Prozesse und Zusammenhänge, die sein ganz persönliches Dasein (Leben) und seine Bedeutung im gesamten menschlichen Sein (z.B. in der Gesellschaft) betreffen. MEDITATIONen sind liebevolle Gespräche unseres eigentlichen Selbst’s (Seele) mit Gott (Überseele), in denen es auf alle Fragen eine plausible und erhellende Antwort gibt …