Geistiger Einfluss

Wir sind unter anderem mit einem in Vrindavan beschäftigten Brahmanen, Pandit & Hohepriester befreundet (dort als Maharaj Gopeshwar bekannt) und tauschen uns täglich aus. Aus einem gegebenen Anlass hat er uns zum geistigen Einfluss auf unsere feinstoffliche Körper folgendes geschrieben:

Der feinstoffliche Körper (Sukshma Sharira):

Nach dem vedischen Modell besitzt der Mensch drei Körper:

  • Sthula Sharira – Der grobstoffliche Körper (physischer Körper)
  • Sukshma Sharira – Der feinstoffliche/spirituelle Körper (Geist, Ego, Emotionen)
  • Karana Sharira – Der Kausalkörper (die tiefste Ebene der Seele)

Der feinstoffliche Körper dient als Medium, welches das Karma (Handlungen und deren Folgen) von einem Leben zum nächsten trägt; er ist auch die Schicht, die am empfindlichsten auf äußere Einflüsse reagiert.

Was die Schriften zum Thema „Anhaftung durch Wesenheiten“ (Pret-badha) sagen:

Das Garuda Purana beschreibt körperlose Seelen (Pretas und Pishachas) – Geister, die nach dem Tod ihre Reise nicht fortsetzen können. Diese Wesen können sich an lebende Menschen anheften, insbesondere an solche, die körperlich schwach sind oder deren Schwingungszustand (Energieniveau) niedrig ist. Pishachas werden insbesondere als Wesen beschrieben, die durch Risse oder Lücken in der Aura (dem Energiefeld) einer Person in den feinstofflichen Körper eindringen. Diese Lücken entstehen oft durch den Konsum von Fleisch oder Alkohol, tiefe Trauer, Angst oder unmoralisches Verhalten – da diese Faktoren das Prana (die Lebenskraft; wird zum Element Luft gezählt) und das Ojas (die spirituelle Immunität/Vitalität; wird im AYURVEDA als Lebenselexier bezeichnet und zum Element Wasser gezählt) schwächen. Der Atharvaveda enthält zahlreiche Hinweise auf solche Wesen, die den menschlichen Geist und Körper schädigen; er zitiert auch spezifische Mantras, die dazu dienen, sie abzuwehren.

Der Zusammenhang mit einem Fleischkonsum:

Dieses Thema steht in direktem Zusammenhang mit Ihrer vorherigen Frage. Gemäß der vedischen Philosophie heißt es: Fleisch speichert die Schwingungen der Angst und des Leidens des geschlachteten Tieres. Folglich schwächt der Fleischkonsum das Energiefeld desjenigen, der es isst. Ein geschwächtes Energiefeld macht den feinstofflichen Körper anfälliger für das Eindringen niederer Wesenheiten (spektraler Kräfte). Darüber hinaus können die Seelen geschlachteter Tiere sogar in unmittelbarer Nähe desjenigen verweilen, der ihr Fleisch isst.

Schutzmaßnahmen gemäß den Schriften:

Die Schriften empfehlen folgende Maßnahmen:

  • Rezitation von Mantras (insbesondere des Gayatri-Mantras)
  • Sattvische Ernährung (rein vegetarische Kost)
  • Regelmäßiges Gebet und AndachtAtharvaveda
  • Verzicht auf Alkohol und Meidung unreiner Umgebungen
  • Suche nach der Gnade und Einweihung (Diksha) eines Gurus

Die vedische Sichtweise behandelt dieses Thema mit größter Ernsthaftigkeit – sie betrachtet es nicht bloß als Aberglauben, sondern als eine subtile Wissenschaft. Die Grundannahme ist, dass im Universum verschiedene Ebenen von Wesen existieren und Menschen ständig mit Wesen aus diesen verschiedenen Ebenen interagieren – ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht …

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